Donnerstag, 23 of Februar of 2012

Spenden ohne zu schaden

Spenden ohne Schaden

… damit aus dem „gut Gemeinten“ nicht das Gegenteil von Gut wird !

 

1. Partnerschaftliche Zusammenarbeit statt “blinder Hilfe”

Spendensammlung und Projektentwicklung nur, wenn Du im Gespräch mit der Zielgruppe bzw. Deinem Projekt feststellen kannst, dass Deine Hilfsidee sich auch mit dem  Bedarf, Bedürfnissen und der aktuellen Situation der Betroffenen  und Verantwortlichen der Organisation deckt, bzw. auf Zustimmung trifft. Hierbei ergibt es sich vielleicht im Gespräch, dass nicht die von Dir favorisierten Fußballtore wichtig sind, sondern eher ein Wassertank. Bitte nehm die Bedürfnisse und Prioritäten der Verantwortlichen im Projekt ernst. Natürlich brauchst Du Dir auch keine Leistungen diktieren lassen. Partnerschaftliche Zusammenarbeit bedeutet schließlich, das sich Beide Seiten auf gleicher Augenhöhe austauschen und gemeinsam nach einer optimalen Verwendung Deines Engagementangebots schauen. Vielleicht machst Du Dir eine Liste mit Punkten, die Dir wichtig sind (bzw. die für Deine Spender, Spendensammlung wichtig sind), um sie für ein Projektvereinbarungsgespräch präsent zu haben.

 

2. Risikoabschätzung ungewollter Folgen

Bei jedem Projekt muss die Frage nach möglichen „Kollateralschäden“ der gut Gemeinten immer wieder neu gestellt werden.

Wie kann sicher gestellt werden, dass durch die Förderung einzelner Gruppen oder Personen nicht neue Gruppen / Personen benachteiligt werden, das soziale Gefüge in Spannungen gerät (Hierarchien beachten!!!), Abhängigkeiten geschaffen werden, die Projekte nach kurzer Zeit wieder einschlafen, etc.

Mögliche negative Konsequenzen von EZ-Projekten wurden ja auf dem Vorbereitungs- und z.T. auf den Zwischenseminaren bereits angesprochen …

Offene Fragen für alle, die spenden möchten:

- Wie könnt ihr für Eure Projekte sicherstellen oder zumindest daran arbeiten, dass mögliche negative Folgen des Projektes rechtzeitig erkannt werden und gegengesteuert werden kann?

 

3. Finanzielle Unterstützung statt Abhängigkeit

Wie könnt ihr eine (finanzielle) Unterstützung so gestalten, dass eine echte Partnerschaftlichkeit und keinen einseitige Abhängigkeit entsteht?

Größere und langfristige Spenden sollten diese Frage immer im Auge behalten. Eine Partnerschaftlichkeit kann z.B. erreicht werden, wenn sich beide Seiten, nach ihren Möglichkeiten finanziell beteiligen. So könnten z.B. 25% für eine neue Toilettenanlage aus den Haushaltsmitteln des Projektes und 75% über Dich und Deine Spender gedeckt werden. Durch eine solche Maßnahme gibt es plötzlich nicht mehr Geber und Empfänger, sondern Projektpartner. Natürlich kann die Leistung des Projekts auch in Arbeitskraft oder anderem immateriellen support bestehen. Wichtig ist, das Beide Seiten sich in das Projekt einbringen.

 

4. Nachhaltigkeit

Um eine längere Zeit anhaltende Wirkung Deiner Spende  oder eine gewisse Zukunftsfähigkeit Deines Projektes zu erzielen, lohnt es sich Wirkungsweise und Ziel der Spende genau zu überlegen. Überlege, was zu tun ist, damit die Wirkung der Spende nicht verpufft. Wie können die Gelder eingesetzt werden, damit das Projekt möglichst lang etwas davon hat? Welche Informationen, Erfahrungen kannst Du weitergeben, damit andere (Mitarbeiter im Projekt? Freiwiliige?) das Projekt irgendwann ohne Dich  weiterführen können?

 

5. Achtung Korruption!

Die Veruntreuung von Geldern ist leider nicht immer absehbar. Wir haben auf der Unterseite Korruption ein paar konkrete Informationen zusammengetragen, die Dir helfen sollen Korruption schon bei der Planung des Projektes zu vermeiden.

 

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Do No Harm

Do No Harm (DNH) ist ein Ansatz der dazu dienen soll, negative Wirkungen von Entwicklungsmaßnahmen auf gewaltträchtige Konflikte zu minimieren.

Eine kurze deutsche Einführung bietet dieses Dokument im Internet